Weltenspur - Bunte Themenbeleuchtung

Let House survive!

21. Feb 2012 | 17:38 von


zur Petition

 

“Hugh Laurie … was reportedly ready to accept a pay cut to come back despite saying earlier he was ready to move away from television. Ratings have dropped, however remain really good for a show in its eighth season, said Fox.”
“the network … wanted to see a cut in the license fee before considering renewal. Fox also was only willing to commit to a final 13-episode season instead of the 22 shows that Universal TV wanted.”
Insiders say House MD could have had one more year – National House M.D. | Examiner.com 

“Let me state, publicly and unequivocally, that I love my job, and work much harder at it than most journalists work at theirs.”
Laurie: ‘I’m not sick of House’ | TV | Entertainment | Toronto Sun 

 

(ausnahmsweise mal was anderes…)

ACTA – das kommende Grauen? Was ist wirklich dran?

11. Feb 2012 | 11:25 von

Derzeit würde ein Seiteninhaber einfach Mahnungen bei Copyright-Problemen kriegen, die er dann bezahlt, das Bild/Video etc. löscht und die Sache ist vom Tisch.
Durch ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) könnte hingegen der Internetprovider eingreifen und den Zugang stoppen.
Man will im allgemeinen Trend Provider haften lassen und ihnen die Verantwortung zuschieben. Fälle wo es bereits kritisch ist: In Frankreich gibt es bereits eine Überwachungsbehörde, die sich um Tauschbörsennutzer kümmert (3x erwischt werden -> 1 Jahr kein Internet). In GB arbeiten Rechteinhaber mit Providern zusammen, sodass Provider den Datenverkehr ihrer Nutzer live nach Rechtsverletzungen überwachen.

Ein großes Problem ist auch, dass per ACTA angespornt wird, die zweckmäßig ausgewerteten Daten international zu teilen.

Nun ist ACTA ein Handelsabkommen und kein Gesetz  - hat also damit wesentlich weniger zu sagen und kann sich nicht über nationale Gesetze stellen. Auch steht den Ländern offen, inwieweit sie Dinge auf ihre Art umsetzen oder auslassen. Es ist also quasi eine Empfehlung. Und da wir das Verfassungsgericht haben, wird ein Grüner oder Pirat nach dem Durchsetzen von Gesetzen solcher Art, die einen ähnlichen Zeitgeist beinhalten, wahrscheinlich direkt Klage einreichen, sodass ein solches Gesetz vom Verfassungsgericht abgelehnt wird, da es nicht mit unserem Grundgesetz konform ist. Man sollte also aktiv das Verabschieden der Gesetze verfolgen, um zeitig einzugreifen.

Der Trend, alles auf den Provider abzuwerfen, ihn User überwachen zu lassen und für die Haftung verantwortlich zu machen ist das Kritische und steht gegen unser Fernmeldegeheimnis, wenn man den Internetverkehr so drastisch aus Selbstverständlichkeit überwacht (Seiten, E-Mails, Zugriffe,…). Darum begrüße ich die Streiks bezüglich ACTA. Auch wenn ACTA nicht solch grausige Eingriffsmöglichkeiten hat, wie skandalmäßig berichtet wird, so zeigen die Streiks, dass man diesen Trend der Politiker nicht gutheißt und sich als Nation wehren wird, wenn es ausarten soll. Und da Politiker wiedergewählt werden wollen, sehe ich zwar keine Vernunftseinsicht, aber zumindest eine Angsteinsicht jener.
Die Verhandlung über ACTA wurde nur mit Beteiligung von Interessenvertretern umgesetzt, Volksmeinungen und die Sicht aufs Gemeinwohl sowie Kulturwert wurden nicht einbezogen.

Heute stehen europaweit Streiks auf dem Programm – einsehbar in Google Maps. Herunterladen kann man das Abkommen hier. Und hier wird es detailierter von einem Anwalt erklärt. Und hier kann man bei AVAAZ unterzeichnen. 

Macht eure Meinung öffentlich, zieht Grenzen!

Aktuell: SOPA (Stop Online Piracy Act) – riesiger Zensurbeginn?

18. Jan 2012 | 21:44 von

Ein amerikanischer Gesetzesentwurf seitens der Republikaner mit drastischen Folgen. 
Google, Facebook, Wikipedia, Twitter und viele andere streiken mit. 

Worum geht’s: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Protest_gegen_SOPA
                      http://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act 

 

Seiten können auch bisher problemlos verklagt werden und das ist völlig in Ordnung und fair. So geht es schon länger und es ist idR auch kein Problem. Und so lange eine Verhandlung läuft darf eine Sperre auch in meinen Augen durchaus bestehen.

Aber nicht vorher ohne Prozess. Das ist aber genau das, was das Gesetz anvisiert: Ohne Prozess einfach drauflos sperren. Ohne Unsicherheiten wegzuräumen und Dinge klarzustellen. Das kann einfach in pure Massen-Willkürlichkeit umschlagen.
Wer Seiten mit illegalem Inhalt verlinkt, kriegt nicht nur einen finanziellen Hau auf die Finger, um es zu ändern – nein -, dem können Zusammenarbeiten mit Werbemittlern, Bezahldiensten und Servern entzogen werden.

Eigentlich ist das genau das, was bei Wikileaks passiert ist: Paypal hat für sie dicht gemacht, Spenden an Wikileaks wurden unterbrochen. Aber da aus der Angst heraus, die Paypal durch den Regierungsdruck hatte. Hier aber wäre es eine rechtlich legitime Sache.

 

Beim Verklagen muss man sich jedes Mal die Mühe machen, einzelne Personen ausfindig zu machen, sie anzuklagen und einen Prozess zu bezahlen sowie einiges an Zeit für den Prozess zu investieren. Oder zumindest einen Anwalt zu bezahlen, der Mahnungen losschickt, bis es dann wirklich zum Prozess und ggf. Sperre kommt – der Seitenbetreiber weiß dann aber vorher, worauf er sich einlässt, wenn er die Mahnungen ignoriert.
Bei Sperren fällt dieser teure Umstand weg, dadurch kann man massenweise Seiten aus dem Internet entfernen.
Von daher würde sich sehr wohl einiges ändern.

Es geht nicht darum, dass heute auch so kaum wer das Urheberrecht beachtet und problemlos dabei wegkommt, sondern darum, dass man in Massenverarbeitung haufenweise Zugänge zu Seiten sperren kann, ohne sich mit dem Betreiber auseinandergesetzt oder ihn informiert zu haben.
Und das geht klar in die Zensur.
Wenn man nun Texte loswerden will, achtet man nur darauf, ob auf einer Seite ein Bild ohne Rechte rumschwirrt und schon darf _alles_ dicht gemacht werden und nicht nur eine allein aufs Bild bezogene Mahnung abgeschickt werden.
Sie sperren ja auch nicht einzelne Bildchen und lassen den Rest bestehen, sondern nehmen das komplette Werk runter, wofür sie in meinen Augen kein Recht haben. Das ist als ob man für den Diebstahl von Socken, die im Haus rumliegen, das ganze Haus abreißt.

mehr…

Ritalin?

12. Sep 2011 | 13:02 von

Eine Person mit Konzentrationsschwäche wird idR immer weniger leisten können als sie eigentlich könnte. Es beschränkt sie im Ausleben ihrer tatsächlichen Fähigkeiten – besonders im Vergleich zu gesunden Altersgenossen, was dadurch recht unfair ihr gegenüber ist – und wenn es Mittel gibt, die diese Behinderung mildern und diese Person sie verträgt, warum sie nicht ausprobieren? Das Problem kann sein, dass man sich dermaßen auf die Tabletten verlässt, dass der Körper seine eigenen Fähigkeiten (wo vielleicht noch ausbaubares Potenzial war) runterschraubt und man dann erst recht von den Tabletten abhängig wird.

Bei Konzentrationsschwäche gibt es gute Gedankenübungen (z.B. einen wackeligen Ball vorstellen, den man gedanklich fixieren will), Meditationen (z.B. sehr konzentriert eine Kerze vorstellen) und und und. Es gibt Studien über Gedankenübungen, die langfristig ritalinähnliche Effekte bringen und es gibt Mönche, die dank der Meditation im hohen Alter immer noch Konzentrationsfähigkeiten eines Studenten erreichen.

Andererseits: Ritalin hat idR kaum Nebenwirkungen. Wir sind auch abhängig von täglicher Wassereinnahme, vom Schlafen, vom Essen, von Vitaminen. Die Liste, die der Körper ohnehin braucht, um zu funktionieren, wird einfach nur um eine Tabletten-Einnahme länger – das schränkt nicht wirklich ein. Ritalin ist zudem auch nicht der ultimative Burner wie immer angepriesen wird. Bist du gesund, so wird es dich nicht schlauer wirken lassen als du bist und es wird dir keine neuen Fähigkeiten oder neuartige Leistungszustände geben, die du auch sonst nicht schon aus eigenem Können heraus erreicht hättest. Bei ADS hat es aber starken Effekt und führt für gesunde Menschen selbstverständliche Zustände herbei, die diese Personen selbstständig kaum (oder nur mit Qual) erreicht hätten.

Das Problem ist viel mehr, dass die Medikamente sehr oft gesunden Kindern verschrieben werden (besonders Jungs sind im frühen Alter ganz normal hippelig), weil Mütter ihre Kinder ruhig kriegen wollen. Das passiert deshalb so oft, weil Ritalin nicht vom Neurologen selbst verschrieben werden muss, sondern jeder Hausarzt es verschreiben kann. Es ist einfach schade um das Glück des Kindes, in seiner Jugend einfach mal abdrehen zu dürfen. Es wäre besser, wenn es freiwilliger laufen würde, sodass das Kind selbst entscheiden kann, wie es sein möchte und wie es sich besser fühlt, und nicht bevormundet zurechtgebogen wird. Auf der anderen Seite ist es aber auch verständlich. Eine Mutter mit 5 Kindern und einem Fulltimejob kommt einfach auch irgendwo an ihre Grenzen und man kann nicht von ihr übermenschliche Kraft erwarten, alles auf herkömmliche Art und Weise im Griff zu haben.
Manche Kinder kommen in einem Penthouse zur Welt, manche in einer Sozialwohnung mit lauten, weinenden und anstrengenden Geschwistern. Es stehen einem einfach nicht immer die gleichen MIttel und Zeit zur Verfügung, um Probleme aufzulösen. Und bevor man aus eigener Einschränkung heraus dann ein Kind aufgrund von großer Energie und Rüpelhaftigkeit die anderen Geschwister psychisch plätten lässt und damit nachhaltig verstört, ist es nachvollziehbar, dass man zu solchen Mitteln greift. Und manchmal sollte man sich auch an die Nase packen: Wer setzt denn in seinem Leben schon alles immer astrein und 100%ig angemessen um? Wer geht in der Not nicht auch mal einen provisorischen Weg? Ich würde da nicht direkt verurteilen, jeder versucht sich eben auf seine Art zu helfen.

Grundsätzlich kann man sagen: Wenn damit Schlimmeres vermieden werden kann und die Nebenwirkungen gering sind, ist der Versuch in Ordnung.
Aber das ist nur meine Meinung. Weitere Meinungen?

Hier übrigens ein netter Artikel.

Politische Kritik

28. Jun 2011 | 21:41 von

Kritiker sollten bedenken:
Wenn man oben steht, ist man gerne von allerlei Lobbys und Bekanntschaften abhängig und die hat man automatisch, wenn man sowieso in dem Milieu verkehrt und es die eigene Meinung widerspiegelt (da hängt idR fast jeder mehr oder weniger in den oberen Plätzen mit drin). Durchdacht eben, die Wählerschaft nicht zu vergraulen und die eigenen Quellen am Leben zu erhalten. Da leidet die Ehrlichkeit auch öfter drunter, aber dass das System ist, wie es ist und dass gerne sehr umstrittene Personen Erfolg haben, dazu tragen in diesem Land alle bei – da würde ich nicht die Schuld prinzipiell einfach abwälzen. Konkrete nachgewiesene Vorgehensweisen zur Verbesserung oder eigenes Beteiligen am Problem bleiben dann aber aus solchen Seiten gerne aus. Mehr Aktion also. Wobei Rumkritisieren auch gut ist – man findet eher gemeinsamere Nenner (und vielleicht haben einige in den eigenen Reihen Lösungsvorschläge) statt alles hinzunehmen. Aber eben konstruktiv statt mit Geschrei, Menschenbildern und Emotionen.

Bürgergeld

28. Jun 2011 | 21:41 von

Und weil ich nun schon öfter ibeim Einheitssteuersatz nach Kirchhof nebenbei vom Bürgergeld als angepriesene Lösung gelesen habe:
Es ist eben ein Unterschied, ob man schon bereits was für das Geld tut (arbeiten) und dann weniger abgezogen kriegt oder ob man nichts tun muss und das Geld nicht mal beantragen muss.
Es wird selbstverständlicher vom Staat zu leben -> das ergibt eine völlig andere Arbeitsmentalität in der Gesellschaft und das Leben von den Steuern anderer gilt dadurch als weniger tabuisiert.
Durch solch eine Mentalität kann das Wirtschaftswachstum eben sehr leicht floppen. Es ist immer noch ein Unterschied, ob man um Stütze bittet oder ob man sie direkt ohne zu fragen immer aufs Konto kriegt.
Und wenn man losziehen muss, um sie zu erbitten, ist das aufwendig genug, um viele daran zu hindern, davon Gebrauch zu machen, wenn es nicht wirklich notwendig wird. Kriegt es jeder direkt, verliert der Staat mehr Geld als er es sonst getan hätte.
Es werden Personen unterstützt, die das Geld nicht brauchen und mit dem Bürgergeld kann man sich auch reinwaschen, sprich da kein Geld mehr ausgeben und da nicht mehr unterstützen, wo es wirklich umfangreicher notwendig wäre. Und Firmen dürften Gehälter kleinerer Arbeitnehmer damit ebenso gerne senken. Das Notwendigste zum Leben muss ja nicht mehr gezahlt werden.
Beim Vereinfachen des Steuerapparats kommt eben mehr Geld zustande, da man sonst in der höheren Liga schwer darauf fokussiert ist, sich armzureden. Beim Verändern der Transferleistungen aber, um die man sonst bitten muss, entstehen Mehrausgaben, weil eben jeder nun prinzipiell was kriegt (egal ob er’s braucht oder erfragt). Und die Mentalität ändert sich – ein extrem hohes wirtschaftliches Risiko, das einfach total unnötig ist! Wer in diesem Land wirklich Probleme hat, der hat auch Möglichkeiten, finanzielle Hilfe durch andere zu kriegen. Die muss man einem nicht direkt nachwerfen und dadurch klare, große wirtschaftliche Risiken eingehen.
Und weil viele oft auch an eine extrem hohe Konsumsteuer zum Decken des Bürgergelds denken: So etwas unterstützt den Kauf ausländischer Waren, die aufgrund ihrer Preiswertigkeit keine enorme Preiserhöhung im Vergleich zu inländischen Waren erleiden müssten, und schwächt die Binnenwirtschaft stark (bei solch hohen Preisen achtet man viel stärker auf jeden zusätzlichen Cent (besonders Unternehmen) – anders als derzeit, wo ein Fehlkauf nicht sehr wehtut). Außerdem würde Deutschland als Reiseziel und Investitionsort für Personen aus dem Ausland wesentlich unattraktiver werden -> weniger Investition, weniger Einnahmen. Viel zu hohe Steuern auf Produkte schaffen ernste Probleme – das Umland, von dem Deutschland abhängig ist, hat andere Systeme. Ein solches Inselphänomen birgt wieder viel zu große, unnötige und ernste Risiken, dafür dass sonst keine überdimensionale Verbesserung eintreten muss.
Bei Kirchhof gibt es solch ernste Risiken nicht – es ist ‘ne simple interne Sache. In Mitleidenschaft könnten aber z.B. Steuerberater gezogen werden. Aber irgendeine Arbeitsgruppe leidet bei Fortschritten, die für die Gesamtheit gut sein können, i.d.R. unvermeidlich immer (siehe neue Energiegewinnungsvorgänge, Schreibmaschinen- & ersetzte Fabrikangestellte usw.).

Kirchhofs 25%-Steuersatz auf alle Einkommen

28. Jun 2011 | 18:12 von

Tja, wer hätte gedacht, dass Kirchhof so schnell wieder auf dem Plan stehen würde? Die FDP gibt richtig Gas.
Die Steuervereinfachung wäre mal ein dicker Schritt. Die CDU wollte den Schritt sowieso und nun mit der FDP könnte er möglich werden. Dadurch könnten Pendler und Kleinverdiener benachteiligt werden, aber diesen Umstand kann man mit extra Transferleistungen beheben ohne am Steuerrecht großartig rumzuschrauben. Die Steuereinnahmen wären gut, Reichere könnten sich schlecht armreden und der riesige Steuer-Apparat würde entfallen – enorme Kosteneinsparung.
Da hätte die schwarz-gelbe Regierung mal was Großes hinterlassen.

Daneben sollte man auch beachten, dass Kirchhof mit seinen Thesen Familien unterstützt, denn Kinder würden, wie mir bekannt ist, weiterhin Steuerfreibeträge mitbringen. Und auch von der Leistung her wäre das Ganze wesentlich fairer. Während ein Banker 50 Euro die Stunde verdienen könnte und einfach weniger arbeiten kann, wäre z.B. eine Putzfrau, die wahnsinnig viel arbeitet oder ein Bauarbeiter, der ebenso extrem gesteigert permanent arbeitet, um auf ein ähnliches Niveau zu kommen, bestraft bei Mehrverdienst – denn nach oben hin steigen die Steuern fleißig. Also bestraft für mehr Arbeitelan als sonst – das lohnt sich kaum. Wenig Ansporn, mehr verdienen zu wollen – und das schon bei den kleinsten Verdienern der Gesellschaft.

Linksorientierte Parteien können ja nur mit den Kleinarbeiterungerechtigkeit gegen argumentierten. Und wenn seitens CDU und FDP mal jemand das Stichwort Transferleistungen einwerfen würde, gäbe es doch kaum Diskussionspotential. Nur irgendwie macht das keiner – jedenfalls nicht, dass ich’s irgendwo gelesen hätte. An sich entspricht die Reform doch dem Wunsch der linksorientierten Parteien: Die höhere Liga mal effektiv zur Kasse bitten. Wo ist da noch das Problem?
Und es geht darum, effektiv als Staat mehr einzunehmen, was dadurch ebenso ermöglicht wird – ohne Paragraphen zu wälzen.

Ich glaube, die FDP hat Kirchhof hervorgeholt, weil es der letzte Halm ist, an dem sie sich in nächster Zeit steuersenkungsmäßig klammern können, seitdem sich die Union derzeit nachvollziehbar vehement dagegen wehrt und die FDP enorm viele Stimmen eingebüßt hat. Optisch ist es ja eine Steuersenkung – also das Versprechen aus dem Wahlprogramm -, nur dürfte das so manches reichere steuerabsetzungsfreudige Klientel der FDP sowie Wähler à la Steuerberater & co. eben doch drunter leiden. Zwiespältig eben, aber bei Erfolg könnte es optisch vielleicht das Bild etwas aufpolieren.

____

Kleine Ergänzung zu Kirchhof noch:
Hab hier ‘ne nette Grafik zum Steuersatz im Vergleich gefunden (blau derzeit, rot nach Kirchhof):
Wie seriös die Quelle ist, habe ich jetzt nicht durchgecheckt, aber erfahrungsgemäß haut das zahlenmäßig in etwa so hin.

† "Osama bin Laden ist tot! Juhu!" †

3. Mai 2011 | 12:54 von

Darf man das eigentlich? Sich über den Tod freuen?

Nachdem die DNA-Tests gemacht wurden und diese mit Verwandten bin Ladens übereinstimmten, scheint der Fund sicher zu sein: Es ist wahrscheinlich Osama bin Laden, der von den Amerikanern am 2. Mai 2011 um 4 Uhr morgens als tot verkündet wurde.

Und weil sich viele auf Facebook über den fehlenden Prozess und die Tatsache, dass er erschossen wurde und Saddam Hussein hingegen einen Prozess bekam, aufregen, könnte man das doch als eine kleine Diskussionsgrundlage nehmen.

Die Amerikaner erschießen seit Jahren Terroristen und keiner schert sich um einen Prozess, aber bei Osama bin Laden empört es dann viele. Bin Laden war gut bewaffnet, leistete Waffenwiderstand und er hätte sehr wahrscheinlich seine Finder umgebracht, wenn er die Chance gehabt hätte – also keine normale Verhaftung unter normalen Umständen, bei der man die Judikative danach problemlos nachtragen hätte können. Saddam Hussein lag hingegen wehrlos in einem Loch und ergab sich auch direkt. Da war kein Schussgefecht nötig.
Auch die deutsche Rechtslage erlaubt es Polizisten ebenso in solchen Situationen auf den Verbrecher loszuschießen. Und wenn man einen Mörder anders nicht überwältigen kann, erschießt man ihn logischerweise eher als ihn weiterwüten zu lassen.
Problematisch sehe ich eher den Jubel. Man habe das Böse ihrer Wertvorstellung besiegt. Für die Terroristen waren die Amerikaner die bösen Feinde. Was sie beide gemeinsam haben: Beide jubeln über den Tod von Menschen. Das ist zwiespältig, aber die Schussgefecht-Handlung betrachte ich da ganz anders.

Ich kann die Freude der Angehörigen vom Anschlag verstehen – aber amtliche Freude ist dann doch etwas kritischer bei Ländern, die auf ihr Rechtssystem und den Menschenrespekt so stolz sind.

Es symbolisiert den Menschen von oben Vergeltung sei gut, Rache & Tötung in Ordnung, wenn begründeter Hass dahinter stehe. Und Menschenleben gegen anderes aufwiegbar. Und weil man sein Recht auf Leben damit vergolten hätte, es gut wäre wegen eines solchen Tods zu feiern und sich zu beglückwünschen.
Eine Einstellung, bei der die Wertvorstellung über das Leben anderer bestimmt, korreliert doch stark mit der Sicht anderer Mörder, die auch gerne aus Vergeltung und Rache töten – in ihren Augen ebenso gerechtfertigt.
Möchte man wirklich eine solche Moral mit einem Lächeln verbreiten und mit so einer Einstellung leben? Dass man die Gesellschaft schützen will, ist doch okay. Aber ab dem Punkt ab dem der Tod aus Rache zu einer angesehenen und guten Sache wird, die unkritisiert dasteht und bei der Freude normal wird, sollte man sich schon fragen, ob man nicht doch genau in die andere Richtung gelaufen ist. Nämlich in die, die Töten aufgrund von Wertvorstellungen rechtfertigt, deren Meinung auch viele Mörder sind.

Edit: Nun heißt es, dass Osama bin Laden eben doch nicht ernsthaft bewaffnet war, sondern dass Waffen nur in seiner Nähe lagen. Das klingt nicht mehr nach Schussgefecht…

Verschwörungstheorien

15. Mrz 2011 | 17:21 von

Erdbebenmaschine gegen Japan eingesetzt“, “Genozid durch Schweinegruppe“, usw.

Diese Nachricht kam mir heute auf Facebook nach dem recht tragischen Erdbeben samt Tsunami und womöglicher Kernschmelze in den AKWs zugeflogen:

Bilderberger Sklaven via Nina Lasarow
Die Antwort von Takenaka war, “weil Japan von einer Erdbebenmaschine bedroht wurde!!!” – MDVsoft®

Da solche Themen doch recht große Tragweite finden, macht es vielleicht Sinn das Thema etwas aufzurollen und vielleicht spornt mein Kommentar den ein oder anderen auf, allerlei Sachen zu überdenken. Vielleicht auch Diskussionen zu starten.
So gesehen aber auch ein Archivier-Versuch des Kommentars, weil in Facebook vieles untergeht und dadurch nach einiger Zeit die Diskussionen oft stoppen.

~~~

Technisch: Die Person im Blog argumentiert damit, dass menschlich geschaffene Ionosphären-veränderungen Erdbeben erschaffen würden. Allerdings ist die Sache doch genau umgedreht. Die Ionosphäre reagiert auf bevorstehende Erdbeben, indem Gestein, das unter Druck steht, elektromagnetische Ladungen freisetzt und diese dann die Ionosphäre beeinflussen. Die Ionosphäre ist damit maximal (nicht mal zuverlässig) ein Indikator, ein Symptom, für ein Erdbeben, kein Auslöser. Daher auch ein Warnsystem für bevorstehende Erdbeben, weil’s als Symptom einhergeht. Dass elektromagnetischen Wellen der US-Army Erdbeben schaffen, liegt ebenso fern. Wo zur Hölle soll man so locker dermaßen viel Energie herzaubern? Das würde das Infrastrukturnetz der USA plätten.

Und jetzt mal ehrlich, allein schon die Logik: Wer ist denn so suizidal + machtvoll überhaupt daran zu denken, AKWs anzugreifen?! Will man sein Leben lang Orte meiden und angstvoll Nahrung zu sich nehmen, weil sie irgendwie aus Japan importiert sein oder damit zu tun haben könnte? Ein klares Ausmaß ist nicht vorhersehbar, so ein angeblicher “Rachestrahlungs-Schlag” hätte auch sehr risikoreich sein können – vor allem wenn man als fremder Staat nicht permanent nach der AKW-Ausrüstung sehen kann und die “Rachestrahlung” damit Unvorhersehbares umsetzen könnte.

Außerdem piesacken sich Staaten das ganze Jahr über. So oft wie das passiert, müsste es fast jeden Tag eine Rache-Katastrophe geben. Bei Verschwörungstheoretikern zählt dann aber i.d.R. immer nur das zeitig am besten passendste Gespräch vor dem Unfall. Alle anderen Sticheleien sind wie nicht existent. Deswegen ist es auch so einfach für alles eine Interessenkonflikt-Begründung zu finden: Es sticheln ja auch alle das ganze Jahr fleißig gegeneinander – da ist immer was über, um’s irgendwo anzupassen. Nebenbei werden irgendwie auch oft wichtige Personen zitiert, zu deren Zitaten es keine Aufnahmen gibt. Einfach in den Wind behauptet.

Genauso der Schweinegrippen-Genozid:

mehr…

Wer darf mit wem (Deutschland)?

29. Jan 2011 | 14:48 von

Nach Piology.org

 

Partner A / B <14 14–16 16–18 18–21 >21
<14 ~ - - - -
14–16 - + + x *
16–18 - + + + +
18–21 - x + + +
>21 - * + + +

+ erlaubt
- unerlaubt
~ unerlaubt, aber straflos wegen fehlender Strafmündigkeit
x erlaubt, aber strafbar, wenn eine Zwangslage ausgenutzt wird oder Geld gezahlt wird;
(von einer Strafe wird abgesehen, "wenn bei Berücksichtigung des Verhaltens der Person, gegen die sich die Tat richtet, das Unrecht der Tat gering ist" §182)
* erlaubt, wenn keine fehlende sexuelle Selbstbestimmungsfähigkeit des Opfers ausgenutzt wird.
Verfolgung nur auf Antrag oder bei besonderem öffentlichem Interesse. Sonst wie x, auch §182