Nichtwählen begünstigt Radikale? So sieht’s wirklich aus!

 
Zur oft gestellten „Wen begünstigt man, wenn man nicht wählt“-Frage sehe ich eine ganz klare Antwort:

Wenn man keine Ahnung hat, was man wählen sollte, wählt man als Durchschnittsmensch irgendwen der „netten“ und nicht extremistischen Parteien. Wenn man der Wahl fernbleibt, verlieren die „netten“ Parteien gemeinsam verteilt automatisch diese Stimme und in diesem Sinne begünstigt es radikalere Gruppierungen. Nicht, weil Radikale immer zur Wahl gehen würden, sondern weil man selbst ohnehin irgendwas „Nettes“ gewählt hätte und diese Tendenz nun wegbleibt.
Da aber letztendlich sich die Stimmen sowieso darauf verteilen, was in den Bundestag über die 5%-Hürde kommt, macht es tatsächlich keinen effektiven Unterschied und verteilt sich auf die, die im Bundestag sind, gleichermaßen. Das funktioniert aber nur, weil genug andere zur Wahl gehen.

Bei Kommunen (besonders bei gefährdeten!) sollte man hingegen unbedingt zur Wahl gehen, da hier selbst extremistische Parteien es schaffen können, über die Kommune zu bestimmen. Hier hat man nicht quasi eine gewisse Garantie, dass sie es sowieso nicht reinschaffen, da hier wenige Stimmen viel mehr ausmachen. Man entzieht durch das Fernbleiben jeglichen „netten“ Parteien tatsächlich die Möglichkeit, sich stärker zu etablieren, wenn man normalerweise keine extremistische Partei gewählt hätte. Kommunal ist es also tatsächlich ein realistisches Risiko und ein Problem, der Wahl fernzubleiben.