Maßlose GEMA? Alternativen & aktueller Stand

 
Dass dank der GEMA-Gebühren-Erhöhung von nicht zu letzt sogar 2000% Clubs um ihre Existenz bangen dürften, schrieb ich grob bereits hier( auch Augsburger Allgemeine | Dehoga Bundesverband  ) 
Weitere neue Tarif-Rechnungen für 2013.

Bild: Bajstock.com


USB-Stick-Gebühren fast 2000% höher

Nun aber werden selbst USB-Stick-Gebühren von der GEMA ab Juli um 1850%* erhöht.
*Chip spricht nicht konkret von reinem GEMA-Wille im ZPÜ-Gesamtgebühren-Anstieg (also GEMA, VG Wort sowie VG Bild-Kunst), Süddeutsche meint hingegen „Dann greift der neue, einseitig von der Gema festgesetzte Tarif“.

Ein USB-Stick kann keine Musik abspielen, ein MP3-Player ja, aber kein simpler USB-Stick – das Fehlen des Kopfhörer-Eingangs ist schließlich nicht zufällig. Ein USB-Stick ist ein reiner Datenüberträger, einem Aktenordner ähnelnd, und kann keine Musik abspielen – das kann nur der PC samt System und Player – hierfür gibt es aber bereits GEMA-Gebühren (sogar rückwirkend auf Jahre, PC-Herstellern wurden damit Schulden angehängt von Zeiten als es keine Gebühren gab!). 
Und jetzt auch USB-Sticks? Das Prozedere wirkt wie das Verlangen von Gebühren für eine CD-Hülle, nur weil man damit Musik transportieren kann – ohne sie damit anhören zu können. Bei Geräten mit Boxen oder Kopfhörer-Eingang wäre es nachvollziehbar, bei isolierten Datenträgern hingegen nicht.
Selbst wenn man sich Boot-Systeme draufkopieren würde, könnte man ohne PC oder entsprechende Anlage nichts abspielen. Und für diese Abspieler gibt es bereits Gebühren.

Eigenleistung liegt in meinen Augen hier fern. Bei Abspielgeräten ist es nachvollziehbar, bei CDs schien mir das ein Überbleibsel zu sein, da früher Musik primär nur so über die Ladentheke ging. Aber nun auf alles Gebühren zu erheben, was nichts abspielen kann, hat in meinen Augen nicht viel mit fairer Marktwirtschaft zu tun. 

 
Um Geld gebrachte Mitglieder? 

Bild: Bajstock.com

Ich verstehe das Ziel der GEMA, Musiker fair zu entlohnen (dem sie ohnehin wohl nicht genügend nachkommen*) und zwar dort, wo Musiker durch Betrug wirklich Verluste machen könnten – aber das hier sind Entlohnungen ohne je Leistung erbracht zu haben. Wenn Musiker Geldprobleme haben, besitzen wir ein Sozialsystem, aber Gebühren unter dem Anspruch einer fairen marktwirtschaftlichen Beziehung zu erheben, die nie existiert hat, ist nicht gerecht. Hier geht es nicht darum, fair zu entlohnen, sondern mit ungerechtfertigten Einnahmen Ansprüche zu erheben, die so nicht bestehen dürften. 

* Das erinnert mich an Sängerin Barbara Clear, die während ihrer Tour 65.000 Euro² Gebühren für eigene Songs abführen musste, erwartet hatte sie mindestens 27.000 Euro Rück-Ausschüttung, bekam aber nur 5.000 Euro. Sie klagte und verlor – die Ausschüttungsmenge läge allein im Ermessen der GEMA selbst. 
²von diesen Zahlen spricht Gulli (verweist auf mkzä) und Euregio. Hingegen spricht Heise von 80.000 Euro abgegeben, 33.200 Euro erwartet, 10.000 Euro bekommen (Heises Quelle existiert nicht mehr). Wikipedia ebenso, mit dem Verweis auf Heise und Gulli(!). In der Wiki-Diskussion verweist die GEMA selbst auf eine nicht mehr vorhandene Quelle. 

Gehört habe ich zudem, dass Michael Jackson, ich glaube, den letzten Deutschlandauftritt seiner Tour vor seinem Tod abgesagt hat, weil er mehr Verluste beim Auftreten in Deutschland eingefahren hätte als Einnahmen erhalten hätte. Das mit Michael Jackson habe ich aber nicht nachgeprüft.

 
Gedrücke in alle Richtigungen 

Vor allem finde ich die Behauptung von Alexander Wolf, Syndikus der GEMA für internationale Rechtsfragen, (hier detaillierter) recht weitblickfrei „Kein Künstler lebt von der Promotion auf Youtube. Und es gibt da auch keine Kausalitäten.“. Ich kenne persönlich Musiker, die sehr gut dadurch verdienen und gerade nur dank Youtube bekannt wurden. Es gibt Bands, die ohne Label und GEMA vor ausverkauften Hallen spielen – so viel dazu, Youtube sei keine Werbung.
Auch hier ein etwas anderes nettes Beispiel: Sängerin Zoe Leela über die GEMA [Gulli]

Dass Musiker selbst Tantiemen für eigene Songs zahlen müssen und dabei weniger rauskriegen können als sie einbezahlt haben, ist bekannt, dass sie über ihr gesamtes Werk ohne Ausnahmen bei der GEMA bei einem Vertrag für 3 Jahre nicht mehr entscheiden können (nicht einmal selbst kostenfrei mit einzelnen Songs Werbung machen können), ist auch bekannt, aber hier kommt noch einmal etwas Deftiges:
– Nur 5% der Musiker bei der GEMA sind stimmberechtigt und dies ist allein von den Einnahmen abhängig. Aber diese 5% kriegen 64,2% der Ausschüttungen nach Heise.
– Sogar wenn man eine Veranstaltung mit GEMA-freier Musik macht, müsse man für jeden einzelnen Song nachweisen, dass er nicht von der GEMA ist (anstatt dass die GEMA die Beweislast trägt). Ist ein einziger Song nicht nachweisbar, müsse man die Gebühren für die komplette Veranstaltung zahlen.

 

Aktuelle GEMA-Alternativen

So lange die GEMA-Problematik kein Ende findet, gibt es ein paar Möglichkeiten:
– Bezüglich freier Sachen ist das hier interessant: C3S.eu
– Eine recht strategische Idee, als Künstler von den Nachteilen der GEMA verschont zu bleiben:

SemperVideo über eine geschickte Möglichkeit.

 

PC-Kaufberatung: Passenden PC schnell finden

 

Welche Hardware brauche ich? 

Das werde ich recht oft gefragt, sodass ich es hier beantworten möchte. Zu viel Fachchinesisch, aber sehr bestimmte Wünsche? Dann hier eine Übersicht:


Benchmark: Rangliste der Fähigkeiten

Ein sehr guter Anlaufpunkt sind Benchmarks. Ein Favoriten-Muss, das man beim PC-Kauf stark berücksichtigen sollte.
Ein Beispiel am CPU/Prozessor und häufiger Irrglaube: Man kann die GHz-Werte im Namen nicht als ausschlaggebend sehen und direkt vergleichen, weil sehr viele weitere Metadaten die letztendlichen Ergebnisse enorm beeinflussen. Dafür gibt es Benchmarks, die quasi ein Gesamtergebnis aus den wichtigsten Fähigkeits-Tests ziehen. 

Laptops:
notebookcheck.com: Mobile-Prozessoren-Benchmarkliste
notebookcheck.com: Mobile-Grafikkarten-Benchmarkliste
notebookcheck.com: Welche Spiele laufen auf Notebook-Grafikkarten fluessig?

Desktop-PCs:
pc-erfahrung.de: Grafikkarten-Benchmark
CPUBenchmark.net: CPU list (Sortierfunktion nutzen!) bzw. CPUBenchmark.net

 

Weitere Einschränkungs-Hilfe:

System-Analyse: Welche Spiele passen (nicht):
SystemRequirementsLab.com 

Namens-Wirrwarr:
Die Voraussetzungswerte-Angaben vieler Spiele sind auf Desktop-PCs bezogen und nicht auf Mobile-Versionen. Das heißt, dass der Fähigkeitsbereich von Laptops noch mal eine Runde mehr sinken kann, da man Namen von Mobile- und Desktop-Versionen bei Hardware gerne nahezu gleich lässt. Also immer aufpassen, wie es um die Namensverwandten steht.

Grafikkarten-DirektvergleichHWcompare.com 
(das Äquivalent für Digitalkameras: Snapsort.com)

 

Wie finde ich einen PC mit der gewünschten Hardware?

Wer nun eine Vorstellung einer Mindestfähigkeit seiner Wunsch-Hardware hat, kann z.B. idealo.de nutzen. Hier lassen sich Notebooks und Desktop-PCs per Hardware-Angaben suchen und nach dem Preis sortieren. Idealo ist eine gute erste Anlaufstelle, aber nicht die günstigste. Weitere Anlaufstellen für die Suche nach Computern mit bestimmter Hardware (hier inkl. großer Datenbank): NotebookInfo.de , NotebookCheck.com. Hat man nun eine Vorstellung, welcher PC es sein soll, lassen sich mit dem Produktnamen Shopping-Suchmaschinen nutzen. Google ist da ganz gut. Auf eBay sollte man auch vorbeischauen und eingeloggt in der erweiterten Suche nach beendeten Angeboten suchen, um eine Vorstellung des Versteigerungswerts bei z.B. Gebrauchtware zu erhalten. Es gibt auch simplere Listen wie die Chip.de-Bestenlisten: Desktop-Prozessor | mobiler Prozessor | Grafik-Prozessor – die oben aufgeführten Benchmark-Listen sind aber genauer, umfangreicher und präziser, während sich die Bestenlisten auch am Preis orientieren.
 

Kostenfrei, problemfrei Musik hören

SoundCloud.com – super, aber geringe Auswahl beliebter Künstler
ex.fm – wirkt etwas zwielichtig, Lebensdauer ist ungewiss
like.fm – Vorschauen funktionieren, der Rest ist Youtube-lastig, somit für DE unbrauchbar
Chromus – Projekt vom „Last.fm free music player“-Team. Besser: Das richtige Projekt (s.u.)
RreverbNation.com – ähnelt von der Menge her anscheinend Soundcloud
GrooveShark.com – geht nur mit Proxy

Musik-Flatrate (kostet)
Simfy | Spotify | Deezer

Radios:
Lastfm.de – Oben rechts ist der Player, der ähnliche Genres abspielt wie das Angeklickte 
StreamingSoundtracks.com – Eine Station mit viel Soundtrack-Musik
Radio.de – Allerlei Sender querbeet
 

Endlos Musik aus Lastfm: 

Chrome Portable oder Chrome Installer 

+ folgendes Plugin: Last.fm free music player | Community

Nun einen Account bei lastfm.de anlegen. Mit dem Plugin kann man jetzt per neben den Titeln auftauchende blaue Play-Buttons so viel Musik hören, wie man will! Einzelne Lieder und Playlists sind komplett anhörbar! Ein fantastisches Plugin, das quasi die gesamte Lastfm-Datenbank viel flexibler anhörbar macht.

Für unterwegs:
http://chromus.github.com/chromus/

Bild: Bajstock.com

 

 

Weitere Apps:
http://vk.com/bananamusic
http://vk.com/freelastradio

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OPTIONAL (nicht mehr nötig, nur für Canary als Standardbrowser):
(Aktuelles) Chrome Canary nebenher als Standardbrowser

 
Normalerweise beißt sich das normal installierte Chrome mit der Portable-Version.
Lösung: Portable 16 + Chrome Canary 
(Erklärung: Canary ist eine Developer-Version. Portable 16, da diese Version zu dem Moment noch die letzte Version war, die mit Lastfm funktioniert hat – mittlerweile funktionieren auch aktuellere Versionen, sodass all die Schritte sind nicht mehr nötig sind)
  

Canary ist nicht als Standardbrowser installierbar, aber hierdurch klappt es:
SetDefault Chrome entpacken und alles (ohne „User Data“) hier reinkopieren:
C:Users NAME AppDataLocalGoogleChrome SxS

Danach SetDefault_Chrome.exe starten.
Canary ist nun der Standardbrowser.
 
 

Erklärung:
Portable 16 + aktuell installiertes Stable/Beta/Dev-Chrome sind inkompatibel! Chrome wird un-brauchbar, da es sich mit der Portable-Version beißt! Nur eine Neuinstallation von Chrome hilft. Doch nach einer weiteren Portable-Verwendung funktioniert das installierte Chrome wieder nicht. Daher muss Canary her!
 

• English:  Install Chrome 16 (or use Chrome portable 16) to use Last.fm free music player.
If you want to use the new Chrome browser at the same time then you have to use Chrome Canary + SetDefault Chrome.zip (to use it as default browser you have to extract this zip file, copy the files into this folder C:Users NAME AppDataLocalGoogleChrome SxS and then you have to start SetDefault_Chrome.exe).  Or this way.

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Ton / Soundkarten-Aufnahme
„Stereomix“ (in Preferences bei Audacity) aufnehmen. 
Lame MP3 für Audacity: hier oder hier (Preferences -> Import/Export „MP3 Library Locate“)

Ansonsten kann man nach Downloadern für entsprechende Seiten suchen. Aber wozu? Wenn man online problemlos jedes Lied hören kann, reicht das meiner Meinung nach aus, wenn man nichts unterwegs braucht.

 

„Goldesel Youtube, die GEMA vertritt nur Musikerrechte“

Die ewig roten Zahlen Youtubes

Youtube wurde von Google für 1,3 Mrd. Euro gekauft und wurde zum Tochterunternehmen. Youtube hat dank Werbefinanzierung einen Umsatz von 127 Mio. Euro jährlich. Umsatz – nicht Gewinn! Bei den Massen an Servern, die sie für die Datenmenge brauchen; bei all den internationalen Mitarbeitern, Werbekostenerstattung an Youtube-Partner-Accounts und riesigen Traffickosten, die bei all den Aufrufen pro Video aufkommen, dürften sie von dem Gedanken an Gewinn nur träumen – von dem Glauben an einen Tag, an dem sich die reingesteckten Kaufkosten jemals decken sollten, ganz zu schweigen. Es darf sogar angezweifelt werden, ob Youtube mit dem Umsatz die laufenden Kosten überhaupt decken kann und nicht etwa Google zu Hauf Youtube in seinem Minus ausgleichen muss. Google hat Youtube aufgekauft, weil es ein Konkurrent war und nicht weil Youtube etwa profitabel sein könnte.

Wenn jetzt die GEMA nach ihrer Standardabrechnung von Youtube 12 Cent pro Videoaufruf anvisiert, dann wäre das nicht nur unrealistisch, sondern bei diesen hohen Betriebskosten  im Vergleich zu den geringen Werbeeinahmen nicht bezahlbar. Es macht einen riesigen Unterschied, ob man Werbung auf einer trafficleichten Textseite à la Suchmaschine veröffentlicht oder eben auf einer Seite mit Videos, die gerne 2GB Traffic pro Aufruf bringen. Da ist es verständlich, wenn Youtube sich sträubt. Es hätte weitere Verhandlungen gegeben, hätte die GEMA Youtube nicht auch noch verklagt, weil sie angeblich die Videos zu langsam löschen würden. Daraufhin kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Youtube überhaupt nicht mehr mit der GEMA verhandeln wollte. Und ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass Google ebenso kein Interesse auf diesen Stress hatte – das ist es einfach nicht wert, wenn Youtube ohnehin nur rote Zahlen schreibt und man mit Youtube permanent auf Schadensbegrenzung hinausläuft, um nicht noch mehr Rechtsstreits finanzieren zu müssen.


Starke Kritik eigener Mitglieder 

Musiker können die GEMA nebenbei zu Hauf nicht ausstehen. Alle werden über einen Kamm geschert, Ausnahmelizenzen gibt es nicht. Individuelles Handeln? Niemals. Ein Lied mal mit Creative Commons rausbringen? Kann man vergessen. Sogar bei eigenen Auftritten muss man Gebühren an die GEMA zahlen. Die Liste ist auch ewig lang: Mitgliederkritik an der GEMA

Nun ist das Vertreten von Musikerrechten eine wichtige Sache, aber es ist eine andere Sache wie dies umgesetzt wird. Und da hat die GEMA sehr wohl mehr freie Hand als ihre Verteidiger, das Lämmchen schützend, ihr zusprechen. Man handle nach dem Gesetzgeber? Dieser schreibt wohl kaum vor, wann man wen verklagen sollte und welche Höhe die Gebühren haben sollten…
Besonders in einem Land, in dem schon die erste Abmahnung finanziell unverhältnismäßig richtig ins Fleisch beißt, sollte man nicht noch gnadenloser werden…

Und dann die Meinung: Man müsse der GEMA ja nicht beitreten.
Wie will man sonst ohne tonnenschwere Juristenausgaben seine Rechte vertreten sehen, wenn nicht durch eine Verwertungsgesellschaft? Kennt jemand hierfür Alternativen, die sich so stark für einen juristisch einsetzen?

 
Noch einmal Preiserhöhung, bitte!

Neuerdings hat die GEMA die Preise auch noch ins Krankhafte gehoben: Artikel + Beispiel:
„Bei durchschnittlich zehn Veranstaltungen pro Monat in einer mittelgroßen Discothek mit 2 Dancefloors von z.B. 410 und 310 qm bei einem Eintrittsgeld von 8 Euro erhöhen sich die GEMA-Gebühren (inkl. aller Zuschläge) von 21.553 Euro netto/Jahr auf 147.916 Euro netto/Jahr (+ 686 %).“

Die Existenz von Schulveranstaltungen mit GEMA-Musik dürfte damit weitgehend gestorben sein. Von Schulspenden-Veranstaltungen ganz zu schweigen… (mir ist da ein Fall bekannt, da durfte eine Schulspendenveranstaltungen 4stellige Beiträge zahlen). Zusätzlich: Bei solchen Preisen und damit sinkender Vorführung sowie sinkendem Interesse, Veranstaltung aufgrund der dadurch krankhaft steigenden Getränkepreise zu besuchen, wird man erst recht seltener auf Musiker aufmerksam. Diese Leute wissen echt, wie man jedes Stück Werbung dadurch im Keim erstickt. Von all den Jobverlusten, um diese Gebühren zu zahlen, ganz zu schweigen. Wenn man die Kosten nicht decken kann, spart man am Personal, sprich gnadenlose Billiglöhne. Discotheken im Neuanfang mit kaum Umsatz werden damit komplett ruiniert.

 

Gnadenloser als Großunternehmen…

Einige kritisch zu sehende Zitate von Alexander Wolf, Syndikus der GEMA für internationale Rechtsfragen:

Auf die Frage, ob Youtube keine gute Werbung für Künstler wäre. Und wie die MP3-Entwicklung gesehen werde.
„Kein Künstler lebt von der Promotion auf Youtube. Und es gibt da auch keine Kausalitäten.“

„Ich kenne Karlheinz Brandenburg, den genialen Erfinder von MP3, recht gut. Er hat mir seine Erfindung in den 90er Jahren vorgestellt und gezeigt, wie man Musik digitalisiert beziehungsweise komprimiert. Ich habe ihn gefragt, warum bindest du die Musikindustrie nicht ein, das ist ein Teufelszeug. Und dann war die MP3 im Markt und damit die Tür offen, im Internet alles kostenlos massenhaft zu verbreiten. Wenn Sie mich fragen, welche Fehler die GEMA gemacht hat – wir hätten ihn vielleicht anflehen sollen, dass er diese Kompressionstechnologie MP3 nicht einfach freigibt, sondern über die GEMA lizenziert. Dass sich daraus ganze Industrien entwickelt haben, war in der Folge unvermeidlich.“

Warum es Video-Sperren gibt…

 

Revolutionäre, internationale Zukunft?

Die Zukunft dürfte eine zentrale Lizenzstelle haben, die Auszahlungssysteme besitzt, individualisierbar ist und eine riesige Datenbank hat. Dahinter dann auch noch Rechtevertreter und es passt. Eine Lizenzstelle, die den Künstlern selbst überlässt, welche Gebühren sie verlangen und wo Ausnahmen bestehen dürfen. Dadurch hätten Künstler mehr Freiheit und könnten ihre Vorhaben individueller gestalten und Veröffentlicher könnten nach Belieben die Datenbank nach passenden Angeboten durchsortieren.
Und diese Stelle wird irgendwann noch kommen. Und ich werde mich an dem Tag freuen, wenn die Verwertungsgesellschaften, die mit ihren alteingesessenen Beamten nicht im digitalen Zeitalter ankamen, dadurch von der Bildfläche verschwinden und der Zukunft eine faire Basis für Musiker, Nutzer und Veröffentlicher bereitet wird.
Die schönste Ironie wäre, wenn Google so etwas starten würde.
 

Zum Abschluss ein Kommentar von ypsilon2000, der mir ebenso sehr nahe liegt:
„‎Man versucht diesem mit Abmahnungen, Gesetzesinitiativen hin zu mehr Überwachung etc. Einhalt zu gebieten. Aber damit mutet man dem Konsumenten mehr zu, als er für den Konsum von Kunst bereit ist herzugeben, nämlich in letzter Instanz seine persönliche Freiheit.“

 

Wie geht es weiter?

„Das Landgericht Hamburg wird am 20. April klären, wie Youtube sich bei Urheberrechtsverletz-ungen im Fall dieser Videos zu verhalten hat. “ 

Allerdings gibt es zum Glück auch Lichtblicke: Es hat sich bewährt, dass Bands in ausverkauften Hallen spielen, die nicht einmal ein Plattenlabel im Rücken haben…

 

ACTA – das kommende Grauen? Was ist wirklich dran?

Derzeit würde ein Seiteninhaber einfach Mahnungen bei Copyright-Problemen kriegen, die er dann bezahlt, das Bild/Video etc. löscht und die Sache ist vom Tisch.
Durch ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) könnte hingegen der Internetprovider eingreifen und den Zugang stoppen.
Man will im allgemeinen Trend Provider haften lassen und ihnen die Verantwortung zuschieben. Fälle wo es bereits kritisch ist: In Frankreich gibt es bereits eine Überwachungsbehörde, die sich um Tauschbörsennutzer kümmert (3x erwischt werden -> 1 Jahr kein Internet). In GB arbeiten Rechteinhaber mit Providern zusammen, sodass Provider den Datenverkehr ihrer Nutzer live nach Rechtsverletzungen überwachen.

Ein großes Problem ist auch, dass per ACTA angespornt wird, die zweckmäßig ausgewerteten Daten international zu teilen.

Gegen ACTA: Anonymous |Foto: Diamante

Nun ist ACTA ein Handelsabkommen und kein Gesetz  – hat also damit wesentlich weniger zu sagen und kann sich nicht über nationale Gesetze stellen. Auch steht den Ländern offen, inwieweit sie Dinge auf ihre Art umsetzen oder auslassen. Es ist also quasi eine Empfehlung. Und da wir das Verfassungsgericht haben, wird ein Grüner oder Pirat nach dem Durchsetzen von Gesetzen solcher Art, die einen ähnlichen Zeitgeist beinhalten, wahrscheinlich direkt Klage einreichen, sodass ein solches Gesetz vom Verfassungsgericht abgelehnt wird, da es nicht mit unserem Grundgesetz konform ist. Man sollte also aktiv das Verabschieden der Gesetze verfolgen, um zeitig einzugreifen.

Der Trend, alles auf den Provider abzuwerfen, ihn User überwachen zu lassen und für die Haftung verantwortlich zu machen ist das Kritische und steht gegen unser Fernmeldegeheimnis, wenn man den Internetverkehr so drastisch aus Selbstverständlichkeit überwacht (Seiten, E-Mails, Zugriffe,…).

Darum begrüße ich die Streiks bezüglich ACTA. Auch wenn ACTA nicht solch grausige Eingriffsmöglichkeiten hat, wie skandalmäßig berichtet wird, so zeigen die Streiks, dass man diesen Trend der Politiker nicht gutheißt und sich als Nation wehren wird, wenn es ausarten soll. Und da Politiker wiedergewählt werden wollen, sehe ich zwar keine Vernunftseinsicht, aber zumindest eine Angsteinsicht jener.
Die Verhandlung über ACTA wurde nur mit Beteiligung von Interessenvertretern umgesetzt, Volksmeinungen und die Sicht aufs Gemeinwohl sowie Kulturwert wurden nicht einbezogen.

Heute stehen europaweit Streiks auf dem Programm – einsehbar in Google Maps. Herunterladen kann man das Abkommen hier. Und hier wird es detailierter von einem Anwalt erklärt. Und hier kann man bei AVAAZ unterzeichnen. 

Macht eure Meinung öffentlich, zieht Grenzen!

Aktuell: SOPA (Stop Online Piracy Act) – riesiger Zensurbeginn?

Ein amerikanischer Gesetzesentwurf seitens der Republikaner mit
drastischen Folgen.Google, Facebook, Wikipedia, Twitter und viele
andere streiken mit. 

Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Protest_gegen_SOPA
                      http://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act 

 

Seiten können auch bisher problemlos verklagt werden und das ist völlig in Ordnung und fair. So geht es schon länger und es ist idR auch kein Problem. Und so lange eine Verhandlung läuft darf eine Sperre auch in meinen Augen durchaus bestehen.

Aber nicht vorher ohne Prozess. Das ist aber genau das, was das Gesetz anvisiert: Ohne Prozess einfach drauflos sperren. Ohne Unsicherheiten wegzuräumen und Dinge klarzustellen. Das kann einfach in pure Massen-Willkürlichkeit umschlagen.
Wer Seiten mit illegalem Inhalt verlinkt, kriegt nicht nur einen finanziellen Hau auf die Finger, um es zu ändern – nein -, dem können Zusammenarbeiten mit Werbemittlern, Bezahldiensten und Servern entzogen werden.

WikiLeaks

Eigentlich ist das genau das, was bei Wikileaks passiert ist: Paypal hat für sie dicht gemacht, Spenden an Wikileaks wurden unterbrochen. Aber da aus der Angst heraus, die Paypal durch den Regierungsdruck hatte. Hier aber wäre es eine rechtlich legitime Sache.

 

Beim Verklagen muss man sich jedes Mal die Mühe machen, einzelne Personen ausfindig zu machen, sie anzuklagen und einen Prozess zu bezahlen sowie einiges an Zeit für den Prozess zu investieren. Oder zumindest einen Anwalt zu bezahlen, der Mahnungen losschickt, bis es dann wirklich zum Prozess und ggf. Sperre kommt – der Seitenbetreiber weiß dann aber vorher, worauf er sich einlässt, wenn er die Mahnungen ignoriert.
Bei Sperren fällt dieser teure Umstand weg, dadurch kann man massenweise Seiten aus dem Internet entfernen.
Von daher würde sich sehr wohl einiges ändern.

Anonymous

Es geht nicht darum, dass heute auch so kaum wer das Urheberrecht beachtet und problemlos dabei wegkommt, sondern darum, dass man in Massenverarbeitung haufenweise Zugänge zu Seiten sperren kann, ohne sich mit dem Betreiber auseinandergesetzt oder ihn informiert zu haben.
Und das geht klar in die Zensur.
Wenn man nun Texte loswerden will, achtet man nur darauf, ob auf einer Seite ein Bild ohne Rechte rumschwirrt und schon darf _alles_ dicht gemacht werden und nicht nur eine allein aufs Bild bezogene Mahnung abgeschickt werden.
Sie sperren ja auch nicht einzelne Bildchen und lassen den Rest bestehen, sondern nehmen das komplette Werk runter, wofür sie in meinen Augen kein Recht haben. Das ist als ob man für den Diebstahl von Socken, die im Haus rumliegen, das ganze Haus abreißt.

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Webfundstücke #2

Must-Have Softwares, Online Tools, Websites, Unterhaltsames und Nützliches

(Portable) Softwares:

Total Commander
Wenn man vom Windows Explorer genug hat und übersichtlich Dateien ordnen will + FTP.

BayWatcher
Einen Berg Angebote auf eBay beobachten und genervt vom 100-Angebote-Maximum auf eBay? BayWatcher ist ein süßes Programm zum Beobachten und Suchen.

7-Zip portable
Noch effektiver Dateien verpacken? 7-Zip verpackt richtig effektiv und ist dabei kostenlos.

XAMPP
Tolles Verwaltungsprogramm für den eigenen Webserver (hat Apache, mySQL, PHP, Perl). Für Php-Bastler enorm praktisch. Sogar portable (installationsfrei) rumkopierbar.

Videoprogramme:

VirtualDub
Das portable Schneideprogramm ohne Qualitätsverlust schlechthin. Konvertiert super, schneidet enorm genau, viele Funktionen. Pflicht für jeden Videomacher.

Avidemux
Das schönere VirtualDub. Zum Teil fähiger als VirtualDub (vor allem bei wmv-Dateien). Schneiden ohne Qualitätsverlust, grenzenlos konvertieren und schneiden + Effekte.

Asfbin
Was macht man, wenn man wmv-Dateien ohne Qualitätsverlust schneiden will? Man wirft den CutAssistant an, sieht Millisekunden als Schneidepunkte ein und gibt diese in Asfbin ein. Enorm praktisch, da VirtualDub und Avidemux manchmal auf wmv-Dateien nicht klarkommen.

VLC
Diesen tollen Player dürfte jeder kennen. Spielt i.d.R. alles ab, was abspielbar ist. Portable.

Demo-Empfehlungen:

Total Video Converter
Bergeweise Video- und Audioformate nach Lust und Laune konvertieren. Ähnlich wie SUPER (kostenlos), sogar rumkopierbar (portable).

Super Schnittprogramme (nach Preisklasse):

Adobe Premiere – super Videoschnittprogramm
Magix Video Deluxe – ebenfalls super, aber simpler
Magix Music Maker – Audio-Schnittprogramm, kann im Gegensatz zum kostenlosen Audacity noch Videos schneiden

Websites:

Portableapps.com – alle möglichen Apps in Portable-Version
instant-mail.de – Mülleimer-Mail für nervige Anmeldungen. Postfach einsehbar.
listen.grooveshark.com – tolle Playlist-Seite, ähnlich wie playlist.com, aber komfortabler
meinestadt.de – Jobs, Angebote, Aktionen in der eigenen Stadt
freizeitparks.de – allerlei Freizeitparks auf einem Blick
parkscout.de – noch umfangreicher
xxltravel.de – Freizeitort-Sammlung, zum Mitmachen eigene Vorschläge

meine-gesundheit.de – super Seite zu Gesundheitsfragen und Medikamententipps
sanego.de – riesige Sammlung von Erfahrungsberichten zu allerlei Medikamenten
foodwatch.de – unabhängige Seite zu Nahrungsmitteln, sehr aktuell
PubMed – Medizinische Studien-Sammlung – Zusammenfassungen für alle einsehbar
Qipu – Cashback-Seite. Waren & Verträge um die Vermittlungsprovision günstiger kriegen

Videospaß:

Veoh – tolles Videoportal mit vielen Serien
Vimeo – Videoportal für eher künstlerische Clips
ZDF-Mediathek – ZDF-Serien & Streams in voller Länge schauen
MySpass – Serien, TV Shows komplett online sehen (zB Stromberg, TV Total)
DailyMotion – wer auf YouTube Musikclips vermisst…
Tape.tv – wer auf YouTube Musikclips vermisst…
MyVideo – ein deutsches Videoportal
ClipFish – ein deutsches Videoportal
Sevenload – beinhaltet oft auch gute Lernvideos für Mathe und Chemie

Nützliche Datenbanken:

fddb.info – Lebensmitteldatenbank
fitrechner.de – Sport-Kalorien-Datenbank
fettrechner.de – Ernährungs(kalorien)datenbank
imdb.com – Filmdatenbank

Sprachen:

Leo – bekannter Übersetzer mit Soundaufnahmen, großem Sprachangebot, Verbtabellen
m-w.com – englisches Wörterbuch mit Aussprachefunktion
italdict.de – tolles Italienisch-Wörterbuch! Mit Verbtabellen
cactus2000.de – super Konjugationstabellen in vielen Sprachen

Webfundstücke #1

Must-Have Softwares, Online Tools, Websites, Unterhaltsames und Nützliches

Online-Softwares:

Photoshop Online
Vereinfachte Version von Photoshop, aber online kostenlos nutzbar.

Office online (Windows Office) | (Google Version)
Wenn man mal Office braucht und kein Office auf dem PC hat.

Portable Softwares:

PDF-XChange Viewer Portable
Das beste PDF-Programm, das ich kenne. Dagegen kann meiner Meinung nach Acrobat einpacken. Als Freeware gut nutzbar (vorhandene Seiten beschriften geht ohne Firmen-Wasserzeichen, wenn man aber Seiten hinzufügt, entsteht eines. Tipp: Seiten in diesem Programm beschriften, Seiten zusammenfügen in anderen Freeware-Programmen wie doPDF), gekauft noch genialer. Und bei dem billigen Preis lohnt sich der Kauf definitiv.

Trillian Astra
Und wie man es portable macht.
Messenger für Astra, MSN, AIM, YMN, Google-Talk, ICQ, Facebook, MySpaceIM, Skype, Jabber, IRC, Twitter, POP3, IMAP, Bonjour, VZ.

Lame-Codec | Installation
Lame MP3-Codec speziell für Audacity (fantastisches Audio-Schneideprogramm).

Debut-Video-Capture
Webcam-Tipp! Kommt mit fast jeder Webcam klar und nimmt in vielen Formaten auf.

Websites:

Webhostlist.de | Webhostlist-Domain-Preisvergleich
Was Zuverlässigkeit, Preis und Support anbelangt, ist das eine der besten Seiten, die ich im Netz bezogen auf Webspace, Server und Domains kenne (mit super filterbaren Toplists). Zudem auch eine der wenigen Seiten, wo recht viele Kunden ihre Meinung zu den Anbietern abgeben und diese auch recht häufig bewerten.
Weitere, auch gute Seiten zu dem Thema: Hostsuche.de & Homepage-kosten.de

Digitalkamera.de
Der Name sagt’s schon. Sehr gute Homepage zum Thema Digitalcameras mit tollen Vergleichtests uvm.

Computer-Seiten-Empfehlungen:
Idealo.de | Chip.de | Notebookcheck.com

Dropbox
Keine Lust auf FTP-Programmanwerfen und lieber Dateien in einen Ordner kopieren und danach direkt online sehen? Das geht mit Dropbox. Bis 2 GB, Datengröße egal, keine blöden Captcha-Eingaben oder Wartezeiten. Kostenlos. Das Projekt finanziert sich dadurch, dass man mehr Webspace einkauft, falls einem der jetzige nicht reicht (man kann nur einen Account auf dem PC installieren). Es klingt, als wäre da was faul. Aber ich selbst benutze es problemlos seit ’ner halben Ewigkeit und kann’s nur empfehlen.
Hab‘ ’nen Ref-Link genommen. Damit erhalten der Registrant und der, der eingeladen hat, beide 250 MB mehr. 😀

Genuss und Humor:

Wikipedia-Diskussion über Muschis. 😀

Wer hört’s noch? Hochfrequente Töne
8-22kHz | 8-20kHz | 17kHz-Spiegel

Ein bisschen Welt-Genuss:
Planet Earth (Song: Immediate Music – Believe):